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Die Rheinhessen-Rallye auf der Spur der Osterhasen
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Daß vieles rund um die "Rheinhessen-Rallye"
in ganz kurzer Zeit fast kultartigen Charakter angenommen hat, haben wir
ja bereits verschiedentlich gemerkt. Auch die Osterausfahrt ist so ein Phänomen:
jedes Jahr reagierten mehr Teilnehmer auf den Lockruf des Rallyeteams,
die Klassiker aus der Garage zu holen und in Richtung Frühjahr zu
fahren. Wenn es sonst heißt "Ostern ist das Fest der Familie", dann
gilt wohl hier: "...und zu der gehört der klassische Sportwagen -
und die Rheinhessen-Rallye-Familie ebenso!" Wie anders wäre es zu erklären,
daß auch in diesem Jahr wieder Rallye-Teilnehmer aus Viersen oder
Leonberg den Weg nach Rheinhessen fanden - nur um mit anderen Rallye-Fans
ein paar Kilometer durchs schöne Rheinhessen zu kurven. |
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Na gut, ein paar mehr waren's schon. Runde
130 km standen in diesem Jahr auf der Tourenplanung von Dieter Kerker
und Tanja Schüler. Die Saulheimer waren mit ihrem Karmann Ghia Cabrio
auf den Spuren des Osterhasen unterwegs. Der tummelt sich nämlich im
"hinteren" Rheinhessen, im Donnersbergkreis und den Ausläufern des
Pfälzer Walds. Und genau dorthin zog die Karawane aus rund 30 klassischen
Sportwagen. Darunter waren einige Neuerwerbungen und "Wiederbelebungen"
des vergangenen Winters. Rallyemoderator Detlef Krehl etwa ("the voice of
Rheinhessen-Rallye") war mit einer wunderschönen roten Lancia Fulvia
1300 angerückt, die ihm fast schon jugendliches Flair verlieh. Da störten
auch die (originalen!) gelbbraunen Stoffsitze kein bißchen. Detlef
hatte trotz vieler Verpflichtungen als Rallye-Moderator und Mitarbeiter
des AVD die Zeit gefunden, bei der Osterausfahrt dabei zu sein - mal ganz
privat, ohne Mikro und Starterliste. |
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Genauso beeindruckend der Fiat 124 Spider
von Markus Stübchen ("noch nix dran gemacht - ich hab sogar noch
Kunststoff-Schutzfolie am Seitenschweller vorzuweisen!") aus Mainz. Als
"Neuzugang" waren seine Besitzer besonders neugierig auf die Teilnehmer,
die Rallye und die Ausschreibung für 2003. Denn die steht ja traditionell
immer an diesem Ostermontag zur Verteilung an. |
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Zunächst aber ging es vom Treffpunkt in
Alzey ins schöne Rheinhessen. Über Mauchenheim und Bechenheim
rollte der Konvoi der Klassiker in die Rheinhessische Schweiz und provozierte
etliche Male offene Münder bei den in ihren Hoftoren stehenden Anwohnern..."Karl,
die Oldtimer kumme widder!" - "Ei, isch seh's doch, Lisbeth, iss jo guud!" |
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Wer während der Fahrt genauer auf die Ortsschilder guckte,
mochte sich vorgekommen sein wie bei der Eroberung des "Wilden Westens"
Rheinhessens: da ging es durch Obertierwasen, anschließend durch...richtig:
Untertierwasen, am Bärenloch vorbei und rund um den Donnersberg. Das
alles bei herrlichem Frühlingswetter, strahlendem Sonnenschein und
entsprechend guter Laune an Bord der Oldtimer. Die vermochte nicht einmal
die widerspenstige Zündspule des MG A von Adalbert Winke zu trüben.
Das gute Stück verweigerte seinen Dienst - ausgerechnet in Sippersfeld,
so mochte man denken. Aber von wegen Hilflosigkeit: drei, vier Teams standen
sofort fachmännisch gestikulierend um die offene Haube des roten Roadsters.
Aber mit Reden lässt sich keine Zündspule reparieren - was also
tun? |
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Die unerwartete Rettung nahte in Gestalt eines Anwohners. Der
warf einen kurzen Blick auf das Auto, ließ sich das Problem erklären,
verschwand - und kam wenige Minuten später mit einer passenden Zündspule
zurück. In fünf Minuten war das Ding eingebaut, der Wagen lief
wieder und die Ostertour konnte fortgesetzt werden. Die Quelle des seltenen
Ersatzteils wird ein Geheimnis der Sippersfelder bleiben - ob da wohl der
Osterhase die Finger im Spiel hatte? |
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Bei der Mittagsrast jedenfalls hatten die Pannenhelfer
den Rest des Feldes wieder eingeholt und trafen sich im Landgasthof "Forelle"
am Eiswoog in Ramsen wieder. Der Wirt des idyllisch gelegenen Hofes hatte
trotz Hochsaison die besten Parkplätze für die Klassiker reserviert
und unter den staunenden Blicken der Osterausflügler rollte ein Sportwagen
nach dem anderen auf den Hof. Als Pastinakencremesüppchen, Forelle
und Schweinefilet verspeist waren (großes Lob an die Küche!)
nahte der heimliche Höhepunkt einer jeden Osterausfahrt: die Verteilung
der Ausschreibung zur Rheinhessen-Rallye 2003. |
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Die Rallye findet in bewährter Manier
mit einem Prolog am Freitagabend und einer Hauptetappe am Samstag statt.
Die Osterausfahrt-Teilnehmer kommen jedes Jahr in den Genuß, als
erste ihre Nennung abgeben zu können - ein kleines Dankeschön
für die Treue und Begeisterung, mit der sie bei der Rheinhessen-Rallye
teilnehmen. |
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Um halb vier hiess es dann wieder: "Gentlemen,
start your engines!" Entlang des Eisbachs ging es über schöne
romantische Straßen und Wege zurück Richtung Alzey, nicht ohne
einen Abstecher nach Bockenheim, dem nördlichsten Ausläufer der
Weinstraße und nach Flörsheim-Dalsheim, einer der heimlichen
Hauptstädte rheinhessischer Winzerkunst. |
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Bis hierhin war der Konvoi wundersamerweise
erhalten geblieben und trotzte allen Abzweigungen und Kreuzungen. Plötzlich
aber waren die ersten fünf Fahrzeuge verschwunden: die Lancia Fulvia
von Detlef Krehl, der wunderschöne Mercedes 190 SL von Roman Karg, aber
auch der blaue Karmann Ghia der Fahrtleiter Dieter Kerker und Tanja Schüler.
Nanu, sollten ausgerechnet die sich verfahren haben? Tja, offensichtlich...breites
Schmunzeln in den Gesichtern fast aller anderen, das sich zu sattem Lachen
weitete, als alle am Parkplatz in Alzey bereits schwatzend standen, während
die Vermissten endlich um die Ecke bogen. Aber, zu früh gefreut,
Kollegen: grinsend zeigte Dieter Kerker auf dem Streckenplan der großen
Mehrheit auf, wo die eigentliche Strecke langgeführt hätte...merke:
richtig ist nicht notwendigerweise da, wo die Mehrheit lang fährt.
Nur gut, daß es für diese "Orientierungsprüfung" keine
Punkte gab... |
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Daß die Osterausfahrt nicht einfach
nur ein anonymes Treffen einiger Autofans ist, wurde dem letzten spätestens
dann klar, als er gegen 19 Uhr in das Café neben dem Parkplatz in
Alzey blickte: da saßen die letzten 5-6 Teams nämlich immer noch
bei Espresso und Eis und klönten was das Zeug hielt. Dominierendes Thema?
Na, was wohl: die Rheinhessen-Rallye für klassische Sportwagen am
5. und 6. September...garantiert ohne Osterhasen! |
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ENDE